Interessantes aus den Medien
Die Zuwanderung in die Schweiz wird einfacher
Mit den neuen EU-Verträgen übernimmt die Schweiz die Unionsbürgerrichtlinie, was den Familiennachzug deutlich erleichtert. EU-Bürger und ihre Angehörigen erhalten nach fünf Jahren ein Recht auf Daueraufenthalt – auch bei Arbeitslosigkeit oder Sozialhilfebezug. Dieses Recht gilt nicht nur für Ehepartner und Kinder, sondern auch für Schwiegereltern, Stiefkinder und andere unterstützte Verwandte; zudem können neu auch Konkubinatspartner nachziehen. Die Pflicht einer «angemessenen Wohnung» entfällt. Der Bundesrat spricht von gezielten Ausnahmen, Kritiker warnen jedoch vor unterschätzten Folgen, da der Familiennachzug bereits heute einen Viertel der EU-Zuwanderung ausmacht. Verfassungsrechtlich steht die Ausweitung im Spannungsfeld zur Masseneinwanderungs-Initiative von 2014, weshalb Forderungen nach einer Verfassungsänderung laut werden.
Autorin: Katharina Fontana – Quelle: NZZ, 25.06.2025
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Souveränität ist keine Selbstverständlichkeit, Am 19. Mai 2025 sprach Unternehmer Fredy Gantner in der vollbesetzten Aula Hofmatt in Meggen über die Bedeutung der Kompass-Initiative: Warum braucht es ein Korrektiv gegen den automatischen EU-Rechtsimport?
In seinem aufschlussreichen Vortrag zeigte er anhand persönlicher Erfahrungen auf:
Demokratische Selbstbestimmung ist gefährdet, wenn EU-Recht automatisch übernommen wird.
Die Schweiz ist wirtschaftlich gut vernetzt – auch ohne EU-Mitgliedschaft.
Bürokratische Vorgaben aus Brüssel treffen KMU besonders hart.
Souveränität ist kein Rückschritt, sondern Voraussetzung für bewusste internationale Kooperation.
➡️ Es geht nicht um Abschottung – sondern darum, wo unser Recht entsteht: In der Schweiz – oder eben nicht.
An der SVP-Kadertagung vom 14. Juni warf Nationalrat Franz Grüter einen umfassenden Blick auf die geopolitischen Verschiebungen und deren Bedeutung für die Schweiz:
Die Welt wird multipolar – Machtblöcke verschieben sich, neue Konflikte entstehen.
Exportmärkte sind überlebenswichtig – 60 % der Wirtschaftsleistung und jeder zweite Job hängen vom Export ab.
Zollpolitik und Preisdruck treffen Schweizer Unternehmen direkt.
Neutralität ist kein Auslaufmodell, sondern ein strategischer Vorteil in unruhigen Zeiten.
Diversifikation und neue Freihandelsabkommen schützen vor Abhängigkeiten – auch gegenüber der EU.
➡️ Die Botschaft: Selbstbewusste Aussenpolitik statt institutionelle Unterordnung.
➡️ Die Schweiz bleibt erfolgreich, wenn sie eigenständig bleibt – vernetzt, aber nicht angekettet.